Value Bet Rechner: Hat die Quote eine echte Kante?
Vergleichen Sie Ihre faire Wahrscheinlichkeit mit der angebotenen Quote. Der Rechner zeigt faire Quote, Edge und Erwartungswert – ohne Ihre Eingaben zu übertragen.
Wahrscheinlichkeit zuerst, Marktpreis danach
Schätzen Sie unabhängig vom Markt. Eine kleine Sicherheitsmarge schützt vor Scheingenauigkeit, ersetzt aber keine Kalibrierung.
Was bedeutet Edge?
Die Edge beschreibt hier den erwarteten prozentualen Vorteil: Wahrscheinlichkeit mal Quote minus eins. Bei 52 Prozent und Quote 2,05 ergeben sich 6,6 Prozent theoretischer Vorteil. Kleine Schätzfehler können diesen Wert vollständig aufheben.
Faire Quote
Die faire Dezimalquote ist eins geteilt durch Ihre Wahrscheinlichkeit. Bei 52 Prozent beträgt sie rund 1,92. Eine Marktquote oberhalb dieses Wertes ist nur dann Value, wenn die 52-Prozent-Schätzung belastbar ist.
Sicherheitsabschlag
Praktisch sollten Modelle nicht jede minimale Abweichung spielen. Eine Mindestkante, zum Beispiel drei bis fünf Prozent, reduziert Entscheidungen, die nur aus Messrauschen entstehen.
Woher kommt eine faire Wahrscheinlichkeit?
Eine eigene Wahrscheinlichkeit kann aus einem statistischen Modell, einem bewusst strukturierten Marktvergleich oder einer Kombination belastbarer Informationen entstehen. Sie sollte vor dem Blick auf die konkrete Anbieterquote feststehen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Marktpreis die Schätzung unbemerkt verankert.
Für Fußball können unter anderem Teamstärke, Heimvorteil, Aufstellung, erwartete Tore, Spielplan und Wettbewerbskontext relevant sein. Mehr Variablen bedeuten jedoch nicht automatisch mehr Prognosequalität. Jede Annahme muss außerhalb der Trainingsdaten überprüft werden.
Kalibrierung statt kurzfristiger Gewinnserie
Ein Modell ist gut kalibriert, wenn Ereignisse mit einer Prognose von 60 Prozent in einer großen Stichprobe ungefähr sechsmal von zehn eintreten. Eine einzelne Siegesserie kann dagegen reiner Zufall sein. Speichern Sie deshalb Prognose, angebotene Quote, Zeitpunkt und spätere Schlussquote, bevor das Ergebnis bekannt ist.
Beispielrechnung mit Schätzfehler
Bei Quote 2,05 und geschätzten 52 Prozent zeigt der Rechner eine Edge von 6,6 Prozent. Liegt die wahre Wahrscheinlichkeit aber nur bei 48 Prozent, kippt der theoretische Wert auf minus 1,6 Prozent. Vier Prozentpunkte Schätzfehler entscheiden hier vollständig über Value oder Nachteil.
Das Ergebnis bestätigt lediglich, was aus den eingegebenen Annahmen folgt. Es bewertet weder Datenqualität noch Verletzungen, Aufstellungen oder Marktinformationen.